Chronik

1984 Gründung

Am 22. September 1984 wurde die Guggemusig Herischrenzer von 5 Guggern im Rest. Harmonie Herisau gegründet. Es sind dies Rolf Büchi, René Ehrbar, Andy Lehmann, Nicole Rechsteiner und Patricia Signer. Unser Name Herischrenzer wurde von Ruth Lehmann gefunden und unser heute noch bestehendes Logo wurde von Sybille Horber gezeichnet.

1985 1.Fasnacht

14 Tage vor dem ersten Guggeauftritt in Gossau fand die Kostümbesprechung statt. Unser Outfit hellblaue Perrücke, dunkelblauer Winterpulli und karierte Latzhosen. Die Hosen wurden von den Möli-Wirbeln gespendet. Gerade mal mit 9 Nasen gings an die erste Fasnacht. 5 Stöckli umfasste unser Repertoire.

1986 1. Gugge-Tröffe

Wir als jüngste Gugge in Herisau eröffneten das erste Gugge-Tröffe am Samstagabend in der Chälblihalle. Der Umzug am Sonntag mit 32 Umzugsnummern, war dann der Höhepunkt der Fasnacht 86

1987 1.Statuten, Schienenzauber, Schruns

Mit der Schaffung von Statuten ist die GM Herischrenzer nun offiziell ein Verein.
Nach dem Arboner Umzug liess es sich, unser Mitgugger Marco nicht nehmen, sich auf die Schienen der SBB zu legen und sein Lieblingsstück "Ice Cream" zu posaunen. Wir waren auch zum erstenmal im Ausland unterwegs, nämlich im österreichischen Schruns am Dienstag vor Aschermittwoch. Zusammen mit den Gassechlöpfern Gossau. So manches "Stamperl" wurde so quasi gegen den immerwährenden Guggerdurst verköstigt. hi..hicks

1988 Fusion mit den Gassechlöpfern Gossau?

Die ebenfalls 1984 gegründete Gossauergugge "Gassechlöpfer"
veranstaltete in Gossau mit uns zusammen ein Mönsterli. Nach ein paar Beizen gingen wir gemeinsam nach Herisau um im Rest. Sedel zu pausieren. Bahnte sich da etwas für die Zukunft an? So unter dem Motto "zwei chlini Gugge-gend au ei grossi?"

1989 Schmutziger Donnerstag

Der Schmudo war zugleich für uns der Startschuss zur Fasnacht. In der Gallusstadt erlebten wir einiges. Zuerst leerte uns jemand Milch an. (etwa aus dem 3.Stock) Dann spielten wir in einem Restaurant, in welchem zwei total gegensätzliche Vereine waren.
Zum einen eine Biergesellschaft und zum andern war der Gehörlosenverein zugegen. Es sollte ein unvergesslicher Auftritt werden. Am Mohrenball spielten wir zusammen mit den Gassechlöpfer im Ekkehart.

1990 1.Oberguggeramt

Für die Fasnacht 1990 wurde Andy Lehmann zum Obergugger gekürt. Er ist wohl bis anhin der jüngste Obergugger in der Geschichte der Vereinigten Herisauer Guggen(gerademal 20 jährig). Am Gugge-Tröffe Samstagabend habe ich den Guggenstab, an den leider nicht mehr unter uns weilenden Rolf "Hucky" Hug von den Izi-Bizis weitergegeben. Wir werden Rolf immer in guter Erinnerung behalten.

1991 Neues Stammlokal & Möli Rodeo

Am 5. Juli begann die Raben-Ära an der Degersheimerstrasse in Herisau. Unsere neue Stammbeiz von Yvonne Kupferschmid geführt, sollte bis 1994 einmalig, absturzgefährlich, unerreicht, noch nie so etwas erlebt etc. werden. Am legendären Möli Rodeo organisiert von den Möli-Wirbeln, hatten wir einen eigenen Wagen. Aus sogenannten Schwarten zimmerten wir ein Fort auf einen Tiefgänger. Wir selber waren die Cavallery Band. Vom Raben fuhren wir zuerst zum Sedel hinauf, um an einer Hochzeit zu spielen. Anschliessend fuhren wir zu der Long Market Hall (Chälblihalle) und spielten die verschiedenen Disziplinen mit. In der Kategorie Bull-Riding schafften es zwei Herischrenzerinnen in den Final der Besten Zehn. Am Ende hiess es Rhea Noakes Platz 1, Mirjam Dudler alias Düdü Platz 2. Eine phantastische Bilanz an einem tollen Western-Fest.

1992 WATUMBA und Sierra Madre

Watumba? Was um alles in der Welt ist das. Ganz einfach unser Komiker vom Dienst Schlagzeuger Michi hatte sich diesen Namen ausgesucht. Es war wiedermal Gugge-Tröffe und wir hatten einen tollen, wohl unvergesslichen Auftritt in der dampfendheissen Chälblihalle. Als wir den neuen Fasnachtshit (als erste Gugge in Herisau) Sierra Madre spielten, wurde das Licht in der Halle ausgeschaltet, die Zuschauer zündeten, die zuvor verteilten Wunderkerzen an und sangen lauthals mit. Es war zum heulen schön und wird wohl als unglaublich und einmalig in die Guggengeschichte der Herischrenzer eingehen.

1993 Skiplausch Gortipol, Stahlchäfer Steelband

Die Fasnacht Jahrgang 93 war schwierig, da es so manche Unstimmigkeit im Verein gab. Dennoch fuhren wir nach dem Fasching gemeinsam an den Skitag nach Gortipol, denn unser Ehrenmitglied Otto Brander, lud dazu ein. Nach dem tollen Skitag und einem währschaften Essen, spielten wir bei der "Tante Berte" in einem kleinen "Spüntli". Es war mörderisch heiss, doch die Party ging voll ab. Eine Riesenüberaschung bescherte uns Yvonne Kupferschmid, denn am Fasnachtschluss im Raben spielte an diesem Abend, nur für uns die Stahlchäfer Steelband. Das war einmalig und wunderschön.

1994 Grossengstingen wir kommen

An dieser Fasnacht stand uns etwas besonderes bevor. Wir waren nach Deutschland besser gesagt nach Grossengstingen eingeladen. Morgens um ca. fünf Uhr war Abfahrt mit dem legendären Ottocar. Kaum in der deutschen Gemeinde angekommen gabs Apero um halbacht Uhr morgens. Nun mussten wir in aller Eile uns schminken (Zeit 30 minuten) denn das Frühstück wartete. Anschliessend war der Narrengottesdienst, das muss man erlebt haben. Im Anschluss daran war Zunftmeisterempfang und am Nachmittag der grandiose Umzug. Wir hatten den Umzug miteingerechnet 10 geplante Auftritte in Deutschland. Die Lippen der Bläser und die Finger der Rhythmiker lassen grüssen. Aber es war schlichtweg fantastisch.

1995 10 Jahre Herischrenzer

Nach vielen Sonntagmorgenproben begann dann endlich die Jubifasnacht. Als erstes besuchten wir den Säntis und wollten oben ein Foto machen. Leider wurden wir derart vom Winde verweht, dass wir trotz schönstem Sonnenschein, das Foto auf der Schwägalp schiessen mussten. Unser Jubiläumsfest in Chälblihalle war bombastisch und am Sonntagnachmittag fand dann nach langer Zeit endlich wiedereinmal ein Kindermaskenball in Herisau statt.